Ziel im Visier
Deutscher Schützenbund e.V. - DSB
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11.11.2012

Studie der Universität Würzburg

Das Institut für Sportwissenschaft der Universität Würzburg arbeitet an einer Studie über die Wirkung des Schießsports auf Kinder und Jugendliche.

Dabei soll durch psychologische Tests und Online-Interviews herausgefunden werden, inwieweit die Aggressions- und Emotionsregulation der Nachwuchsathleten durch das Sportschießen verändert wird.

"Diese Studie ist für unseren Verband und unseren Sport von großer Bedeutung", erklärte DSB-Vizepräsident Jürgen Kohlheim. "Es ist gut und richtig, dass wir auf drängende gesellschaftliche Fragen fundierte und vor allem wissenschaftlich belastbare Antworten erhalten - diese gibt es bislang noch nicht", so Kohlheim weiter.

Die Situation ist durchaus ambivalent: Einerseits geriet der Schießsport zuletzt wiederholt in kontroverse öffentliche Diskussionen. Andererseits unternahm der Deutsche Schützenbund, einer der größten Spitzensportverbände Deutschlands, in den zurückliegenden Jahren große Anstrengungen, die Bildungsvorgaben und -konzepte des Deutschen Olympischen Sportbundes akribisch umzusetzen. „Mit Erfolg“, wie DSB-Vizepräsident Jürgen Kohlheim unterstreicht. So wurde die Ausbildung der Trainer und Jugendbetreuer im Verband weiter professionalisiert. Schließlich übernehmen gerade sie eine verantwortungsvolle Aufgabe.

Jetzt wollen Sportpädagogen der Universität Würzburg die Debatte auf eine sachliche Basis stellen. Hierfür wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der unter anderem zwei Doktoranden die Bildungsarbeit des Deutschen Schützenbundes untersuchen. Bei dieser Gelegenheit werden sie zugleich erforschen, ob und wie sich Jugendliche verändern, nachdem sie einem Schützenverein beigetreten sind und dort regelmäßig trainieren.

Die Debatten in der Öffentlichkeit seien der Auslöser für das neue Forschungsprojekt gewesen, berichtet Professor Harald Lange, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg. „Wir haben uns gefragt, wie die Schützenvereine mit dem Thema umgehen: Betreiben sie Gewaltprävention? Wie bilden sie ihre Trainer aus? Was setzen diese davon um? Und was passiert eigentlich mit Kindern, die das Sportschießen erlernen“, erzählt Lange. Bei ihrer Suche nach Antworten mussten die Forscher feststellen: Es gibt zwar viele Vorurteile, doch nur wenig fundierte Daten und Argumente. Und das sei genau der Punkt, „an dem kritische Wissenschaft gefragt ist“, so Lange.

Bis Ende 2013 werden die Würzburger Wissenschaftler den viertgrößten Spitzensportverband des Landes einer eingehenden sportpädagogischen Evaluation unterziehen. Im Mittelpunkt soll dabei die Bildungsarbeit des DSB auf allen seinen Verbandsebenen stehen.

Um die Aussage der Studie weiter zu festigen, werden noch Probanden gesucht.

Bitte melden Sie sich dazu unter:

 





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