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08.10.2015

Frischer Wind für das Deutsche Sportabzeichen

Im fränkischen Fürth werben Sportabzeichen-Prüfer in den sozialen Netzwerken für ihre Prüftermine.

„Wir wollen das Deutsche Sportabzeichen für jüngere Leute und Familien attraktiver machen", so beschreiben Beate Nähring und André Eckert vom TV Fürth 1860 ihre Motivation. Seit 2013 haben beide die Prüflizenz. André Eckert, der früher selbst ein begeisterter Langstreckenläufer war, musste nach Verletzungsproblemen die Seiten wechseln und wurde Sportabzeichen-Prüfer. Seine Frau Beate Nähring leitet unter anderem beim Sportverein Greuther Fürth Kurse wie „Drums Alive®" und "Frauenfitness".

Der Spaß steht im Mittelpunkt

„Das Deutsche Sportabzeichen ist gerade für Familien eine tolle Gelegenheit, gemeinsam sportlich aktiv zu sein. Und für mich ist es immer eine ganz besondere Freude, wenn die sportlichen Männer von ihren anscheinend noch sportlicheren Frauen übertrumpft werden", gibt Beate Nähring zu und lacht. Beide finden die Momente am schönsten, wenn die Freizeitsportlerinnen und -sportler über sich hinauswachsen. Wenn zum Beispiel ältere Menschen entdecken, was sie körperlich noch leisten können. „In einem meiner Kurse ist eine 82-Jährige, die Trampolinsprünge macht und den Hulahoop-Reifen mit Leichtigkeit um die Hüften schwingt", erzählt Beate Nähring weiter. „Es ist nie zu spät, mit dem Training anzufangen. Man muss nur aktiv werden, sich freuen und nicht zu sehr auf die Leistung fixiert sein."

Zusammen mit ihrem Mann versucht sie, das Deutsche Sportabzeichen in Fürth zu verjüngen. „Hier in Fürth hat das Deutsche Sportabzeichen ein etwas angestaubtes Image. Wir wollen unterstreichen, dass es hier um den Spaß und die Fitness geht. Man muss nicht unbedingt gleich das Sportabzeichen in Gold schaffen. Wenn man die eigenen Ansprüche herunterschraubt, kann schon das Sportabzeichen in Silber oder Bronze ein echtes Erfolgserlebnis sein", betont Beate Nähring.

Um mehr junge Leute für das Sportabzeichen zu begeistern, nutzt das Ehepaar auch die sozialen Netzwerke. Mit Postings auf Facebook, What's App und splink sprechen sie gezielt ein jüngeres Publikum an, das man mit Anschlägen am Schwarzen Brett im Vereinsheim nicht erreicht. Natürlich machen sie auch unter Freunden, Bekannten und Verwandten kräftig Werbung für das Deutsche Sportabzeichen. Alle zwei Wochen werden auf der Bezirksanlage in Fürth Prüfungen dafür abgenommen, zwei Mal im Jahr gibt es auch Termine im Schwimmbad.

Sportabzeichen für alle

Einen ganz großen Traum haben die beiden aber noch: Sie wollen es schaffen, dass in Fürth Menschen mit und ohne Behinderung bei gemeinsamen Terminen und an denselben Prüfstationen ihre Sportabzeichen-Prüfungen absolvieren können. André Eckert und Beate Nähring haben nämlich auch die Prüfberechtigung für das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung erworben. „Ich war eigentlich ein bißchen enttäuscht, dass das Interesse  am Deutschen Sportabzeichen in den Behinderteneinrichtungen, mit denen ich bisher Kontakt aufgenommen habe, so gering war. Irgendwie habe ich noch nicht den richtigen Ansprechpartner gefunden", meint André Eckert. Er will aber nicht aufgeben, sondern weiter in Fürth und Umgebung für das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung Werbung machen: „Wir sind überzeugt, dass das Miteinander und der gegenseitige Respekt durch gemeinsame Sportabzeichen-Prüfungen von Menschen mit und ohne Handicap weiter wachsen werden."




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